Hamburg, 13.07.2005
EDEKA optimiert Zusammenarbeit mit AVA AG
Bielefeld bleibt Unternehmenssitz - Attraktives Abfindungsangebot
Die EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG, Hamburg, wird das operative Geschäft der erfolgreichen Tochtergesellschaft AVA Handelsgesellschaft der Verbraucher AG nach
Aufstockung des Aktienanteils auf 100 Prozent weiterhin dezentral von Bielefeld aus führen. "Sitz der Unternehmensleitung und der Verwaltung bleibt Bielefeld",
kündigte Alfons Frenk, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG, im Vorfeld der heutigen AVA-Hauptversammlung in Gütersloh an. Die Leitung des Unternehmens liege
selbstverständlich auch künftig in der Verantwortung der AVA-Führung, unterstrich Frenk.
Die EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG, die ihre Beteiligung an der AVA in den zurückliegenden Jahren sukzessive erhöht hatte und derzeit mehr als 95 Prozent
hält, bietet den Minderheitsaktionären eine Barabfindung in Höhe von 45,32 Euro an. Das Angebot berücksichtigt den durchschnittlichen
Börsenkurs der vergangenen drei Monate vor Veröffentlichung des Abfindungsangebotes im Februar dieses Jahres. Die Höhe der Abfindung bezeichnete
der EDEKA-Chef als "äußerst attraktiv". Die Barabfindung liege mehr als 45 Prozent über der Unternehmensbewertung der Gesellschaft.
"Ein immer schwieriger werdendes Marktumfeld erfordert die volle Konzentration auf die Stärkung unserer Kerngeschäftsfelder", betonte der
EDEKA-Vorstandsvorsitzende. Deshalb sieht sich EDEKA auch in der unternehmerischen Verantwortung, alle Maßnahmen zu ergreifen, das zukunftsträchtige
Großflächen-Geschäft weiter zu stärken. Alle möglichen Synergien wird der EDEKA-Vorstand in enger Absprache mit dem AVA-Vorstand und
den Führungskräften erarbeiten.
Das Squeeze-out bezeichnete Frenk als logischen Schritt einer auf die Zukunft aus-gerichteten Unternehmensstrategie. Als Marktführer im deutschen
Lebensmitteleinzelhandel ist die EDEKA-Gruppe mit drei wachstumsträchtigen Vertriebsformaten sehr gut auf dem Markt positioniert. Dazu zählen das
unternehmergeführte Supermarkt-Geschäft, der Vertriebstyp SB-Warenhaus und nach der Übernahme des Discounters NETTO Süd künftig auch
das Discount-Geschäft.
Die EDEKA-Gruppe erlöste 2004 einen Umsatz in Höhe von 31,57 Mrd. Euro und repräsentiert damit einen Marktanteil von 20,3 Prozent.
Mit rund 220.000 Beschäftigten gehört das Handelsunternehmen zu den führenden Arbeitgebern in Deutschland.