UNSERE INFORMATION FÜR SIE
Milchgenuss – Vielfalt und Frische
Milch gibt es in vielen Variationen. Wir bei EDEKA setzen auf Vielfalt, daher finden Sie bei uns nicht nur eine Sorte Milch, sondern haben die Auswahl aus einem breiten Angebot. Denn Sie als Kunde wissen am besten, welche Milch Ihnen zusagt.
 
Damit Sie bewusst entscheiden können, stellen wir
Ihnen hier die verschiedenen Milch-Sorten genauer vor:
Rohmilch
ist nicht behandelte Milch. Sie muss der Landwirt
gekühlt abgeben und mit dem Hinweis versehen:
"Rohmilch – vor dem Verzehr abkochen". Auch im
Supermarkt gibt es vereinzelt solche Rohmilch,
allerdings unter Auflagen.
Unter dem Namen "Vorzugsmilch" kann sie gefiltert
und verpackt von Bauernhöfen verkauft werden, für
die strengere Hygiene-Auflagen gelten.
Frischmilch
Die Frischmilch wird für 15 bis 30 Sekunden in
speziellen Milcherhitzern indirekt auf ca. 75 Grad
erhitzt (Pasteurisierung) und dann sofort abge-
kühlt. Sie hat ungeöffnet eine Mindesthaltbarkeit
von 10 Tagen und muss im Kühlschrank aufbe-
wahrt werden. Auf Frischmilch-Packungen soll
künftig der Zusatz "traditionell hergestellt" zu finden
sein.
Längerfrische Milch
Technologische Weiterentwicklungen haben dazu geführt, dass neben der klassischen Frischmilch und der H-Milch zunehmend auch eine längerfrische Milch angeboten wird. Auch sie sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden, hat aber den Vorteil, dass sie sich ungeöffnet bis zu 24 Tage hält.
 
Dies kann durch verschiedene Verfahren erreicht werden:
  • Bei der indirekten Hocherhitzung strömt Milch für zirka drei Sekunden durch heiße metallene Röhren oder Platten, die Temperatur beträgt dabei 125 bis 127 Grad.
  • Bei der direkten Hocherhitzung wird dieselbe Temperatur ebenfalls für bis zu drei Sekunden durch heißen Dampf erreicht, der im nächsten Schritt sofort wieder entzogen wird.
  • Ein alternatives Verfahren ist die Mikrofiltration, bei der die Rohmilch mit Spezialfiltern zur Bakterienentfernung gereinigt und klassisch pasteurisiert wird. In diesem Verfahren wird nur der Fettanteil (ca. 10%) für bis zu vier Sekunden bei 104 bis 108 Grad hocherhitzt.
 
Sowohl konventionell erzeugte Milch als auch Bio-Milch sind als längerfrische Milch erhältlich. Diese Milch soll zukünftig mit dem Hinweis "länger haltbar" versehen werden.
In Fachkreisen wird längerfrische Milch oft auch als ESL-Milch
(Extended Shelf Life) bezeichnet.
H-Milch
Die Milch wird für ein bis drei Sekunden bei 135 bis 150 Grad ultrahocherhitzt und dann sofort abgekühlt. H-Milch kann ebenfalls mit direkten und indirekten Verfahren hergestellt werden. Danach hält sie sich bis zu drei Monate lang. Ungeöffnet kann sie bei Zimmertemperatur gelagert werden.
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Nährstoffe und Vitamine
Generell gilt, dass Lebensmittel sich verändern, wenn man sie erhitzt. Das betrifft auch die kurzzeiterhitzte Frischmilch: Bei ihr gehen durch die Wärmebehandlung Vitamine verloren – etwa bis zu 5 Prozent. H-Milch verliert ungefähr 20 Prozent der vorhandenen Vitamine. Die längerfrische Milch liegt nach Expertenangaben dazwischen. Beim Eiweiß werden H-Milch und längerfrische Milch in ihrer Struktur verändert. In der H-Milch gehen dabei etwa drei Prozent des Eiweißes verloren, bei der längerfrischen Milch weniger. Milchfett, Milchzucker (Laktose) und Mineralstoffe (Calcium) bleiben praktisch unbeeinflusst.
 
Natürlich führt auch das Kochen im eigenen Haushalt zu einer Veränderung der Milch. Es bleibt letztlich jedem Verbraucher selbst überlassen, sich die ihm am besten passende und schmeckende Milch auszusuchen.
 
Pasteurisierung
Um evtl. vorhandene Krankheitserreger abzutöten, wird die Milch in den Molkereien für 30 Sekunden auf 72 bis 75 Grad kurzzeiterhitzt, also pasteurisiert. Das Verfahren wurde nach dem französischen Chemiker Louis Pasteur benannt. Er hatte erkannt, dass durch kurzzeitiges Erhitzen von Lebensmitteln die meisten der darin enthaltenen Mikroorganismen abgetötet werden. Durch die kurze Dauer der Hitzeeinwirkung und die mäßige Temperatur werden Milchsäurebakterien oder Hefen und krankheitserregende Bakterien wie Salmonellen abgetötet, ohne dass sich dabei der Geschmack und die Konsistenz des Lebensmittels deutlich verändern.
Homogenisierung
Die Fettkügelchen in der Milch – das Milchfett liegt natürlicherweise in Membranen verpackt vor – werden mit einem Homogenisator kleiner gemacht, damit sie nicht aufrahmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass so behandelte Milch leichter verdaulich wird.
 
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