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LIMETTEN-WISSEN

Die Frucht:
Limetten wachsen (je nach Sorte) auf immergrünen, mit kurzen scharfen Dornen besetzten Sträuchern oder 4 bis 5 Meter hohen Bäumen. Die Früchte sind rundlich, zum Teil eiförmig und von etwa 3 bis 6 Zentimetern Größe. Sie haben einer weiche dünne (1,5 bis 3 Millimeter), fein genarbte, anfangs dunkelgrüne Schale, die vollreif glänzend ist und eine grüngelbe bis gelbe Färbung annimmt. In reifem Zustand reißt die Limettenschale leicht auf, so dass der Transport erschwert wird. Das grünliche Fruchtfleisch ist äußerst saftig – fast doppelt so saftig wie das einer Zitrone – ausgesprochen sauer, dabei hocharomatisch, von kräftig-fruchtigem, zitronenähnlichem Geschmack. Es ist sehr reich an Kalium, Kalzium und Phosphor sowie an ätherischen Ölen. Der Vitamin- C-Gehalt ist zwar geringer als bei der Zitrone, aber doch so hoch, dass die Limette, ähnlich wie später die Cranberries oder Moosbeeren, schon früh auf Schiffen zur Vorbeugung gegen Skorbut (Vitamin-C-Mangelerscheinung) mitgeführt wurden.
Anbau:
Die sehr kälteempfindliche Limette kann in den heißen äquatorialen Tropen bis in Höhen von etwa 1000 Metern angebaut werden und wird zumeist in Plantagen gezogen. Die Limetten reifen etwa 6 Monate nach der Blüte, wobei ein Baum jährlich weit mehr als 1000 Früchte tragen kann. Einige Limetten reifen das ganze Jahr über, in äquatorialen Breiten liegt die Erntezeit für gewöhnlich im Sommer, in nördlicheren Gebieten dann etwas später.
Hauptproduzent und –lieferant des Weltmarkts ist Mexiko, gefolgt von Indien, Argentinien, dem Iran und Brasilien.
Geschichte:
Nach Europa, vor allem nach Italien, Frankreich und Spanien, gelangte die Limette vermutlich als Import im Gepäck der Kreuzfahrer. In der persischen Küche wie auch der des Vorderen Orients war (und ist) die Limette lange schon als Gewürz beliebt, hauptsächlich in getrockneter Form. In unseren Breiten dürfte sie spätestens als fruchtiger Hauptbestandteil des Caipirinha-Cocktails in vieler Munde sein, aber auch die Fusion-Küche bedient sich gerne des intensiv säuerlich-herben Aromas. Das Gros der Limettenproduktion wird schon im Erzeugerland zu Rohsaft bzw. Saftkonzentrat verarbeitet. Darüber hinaus wird der Saft der Limette zum Aromatisieren und Säuern von Limonaden, Tee und Alkoholika sowie zum Würzen von Gebäck, Saucen und Speisen, salzigen wie süßen, benutzt. Das Fruchtfleisch ist u.a. die Basis für Sirup und Speiseeis, ganze reife Früchte werden zu Marmelade und zu Gelees verarbeitet.
Gesundheitliche Aspekte:
Das Öl der Früchte, das aus den Schalen gewonnen wird, findet nicht nur in der kosmetischen Industrie Verwendung (Parfüm, Eau de Toilette, Seife oder Haartonikum), sondern wurde schon früh zu medizinischen Zwecken genutzt und etwa zur Behandlung von Insektenstichen auf die Haut aufgetragen. Weiterhin wird Limettensaft auch heute noch und nicht nur von Homöopathen als Medizin zur Linderung von Kopf- und Halsschmerzen, Rheumatismus sowie Arthritis angewandt.