Harte Schale – weicher Kern!
Wissen wie aus dem Ei gepellt.
Stellen Sie sich doch mal ein Leben ohne Eier vor. Kein Kuchen, keine Spätzle, keine Mayonnaise, kein Auflauf, keine Tortellini und vor allem kein richtiges
Sonntagsfrühstück mehr! Wir wären nicht nur um viele kulinarische Bereicherungen ärmer, sondern auch um eine hervorragende Quelle für hochwertiges Eiweiß,
lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Kein Wunder, dass uns das Ei seit tausenden von Jahren heilig ist.
Wissen wie aus dem Ei gepellt.
Die "Größe" der Eier – in Wahrheit eine Frage des Gewichts!
Alle Informationen zur Eier-Kennzeichnung finden Sie hier.
Wie lange ist ein Ei genießbar? Mehr dazu hier.
Ein einfacher Test verrät, wie frisch ein Ei ist. Versuchen Sie es.
Wussten Sie eigentlich, dass man den Hühnern die Farbe ihrer Eier nicht an der Nasenspitze,
sondern an ihren Ohrläppchen (bzw. Ohrscheiben) ansehen kann?
Erfahren Sie, warum Eier ein fester Bestandteil auf unserem Speiseplan sein sollten.
Ach du dickes Ei!
Da steht man vor dem vollen Eierregal und ist verwirrt. Schmecken Bio-, Boden- oder Freilandhaltungs-Eier besser?
Brauche ich Eier in XL oder M für das Kuchenrezept, braune
oder weiße, aus DE oder PT?
Hier ein bisschen Aufklärung:
Die "Größe" der Eier – in Wahrheit eine Frage des Gewichts!
S für "klein"
unter 53 g
M für "mittel"
53 bis unter 63 g
L für "groß"
63 bis unter 73 g
XL für "sehr groß"
73 g und mehr
Kleiner Tipp für große Köche:
Für Rezepte sind (wenn nicht anders angegeben) immer Eierin Größe M gemeint.
Abgepackt und abgestempelt –
woher kommt mein Ei?
Grundsätzlich werden alle im deutschen Einzelhandel erhältlichen Eier in der EU erzeugt und müssen mit einem Stempel (dem so genannten Erzeugercode)
versehen werden. Sowohl auf der Verpackung als auch auf dem Stempel sind die Haltungsform (erste Position), das jeweilige Erzeugerland (zweite Position) und der
Legebetrieb (dritte Position) durch ein Kürzel ausgewiesen.
woher kommt mein Ei?
0 steht für Bio-Eier
1 für Freilandhaltung
2 für Bodenhaltung
3 für Käfighaltung
(Die ist übrigens seit 2009
in Deutschland verboten.)
in Deutschland verboten.)
DE steht für Deutschland
AT für Österreich
IT für Italien
PT für Portugal
GB für England
BE für Belgien
NE für Holland
ES für Spanien
Warum gibt es oft zwei Haltbarkeitsdaten auf
der Verpackung?
der Verpackung?
18 Tage nach dem Legen müssen Eier gekühlt und nach 21 Tagen spätestens verkauft werden. Nach 28 Tagen ist das
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) erreicht. Somit gilt: MHD minus 28 Tage = Legedatum. Natürlich können Sie die Eier auch noch nach Ablauf des MHDs verwenden,
besonders wenn Sie die Eier gleich nach dem Einkauf im Kühlschrank aufbewahren. Allerdings sollten Sie sie dann immer durcherhitzen (z.B. hartkochen oder zum
Backen nehmen).
Tipp: Das volle Aroma entwickelt ein Ei erst zwei bis vier Tage nach dem Legen. Ab dann lässt sich die Schale nach dem Kochen auch besser lösen!
Ihr ganz privater Frischetest – so geht die
Qualität nicht baden.
Dieser Eier-Frischetest beruht auf der Luftdurchlässigkeit der Eierschale. Im Laufe der Zeit verdunstet Feuchtigkeit aus dem Ei und die Luftblase am
dickeren Ende wird größer.
Qualität nicht baden.
Legen Sie das Ei in eine Schüssel mit Wasser.
- Wenn das Ei noch ganz frisch ist, geht es komplett unter.
- Ist es einige Tage alt, liegt es am Boden und die Spitze
hebt sich leicht an. - Wenn das Ei (fast) senkrecht im Wasser steht, ist es
zwei bis drei Wochen alt und sollte
bald verbraucht werden. - Schwimmt es an der Oberfläche, so ist es etwa zwei
Monate alt und gehört auf den Kompost!
Weiß oder braun? Hühnerohren bekennen Farbe!
Wussten Sie eigentlich, dass man den Hühnern die Farbe ihrer Eier nicht an der Nasenspitze, sondern an ihren Ohrläppchen (bzw. Ohrscheiben) ansehen kann?
Je nach Rasse sind diese nämlich weiß (weiße Eier) oder rot (braune Eier)!
Bis in die 80er Jahre waren übrigens weiße Eier beliebter.
Heute stehen 60% der Verbraucher auf braune Eier – sie
verbinden die braune Farbe nämlich eher mit ökologischer
Landwirtschaft.
hauptsächlich von der Fütterung beeinflusst.
Mais und Grünfutter machen das Dotter blasser,
Paprika, Krebstiere oder auch synthetische
Farbzusätze machen es rötlicher.
Das Gelbe vom Ei – auch für die Ernährung
Als Keimzelle des Lebens muss es alle lebenswichtigen Nähr- und Aufbaustoffe enthalten. Und was für das Küken das Beste ist, tut auch dem Menschen gut.
Eier sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und ihr Eiweiß besitzt von allen Grundnahrungsmitteln die höchste Wertigkeit. Am wertvollsten ist das
Eigelb. Hier sitzen die meisten Vitamine, Mineralstoffe und ein Drittel mehr Eiweiß als im Eiklar – allerdings auch das Fett und rund 300 mg Cholesterin.
Das ist drin im Ei
Der verzehrbare Anteil eines Hühnereis mit 60 g enthält:
Eiweiß
7,68 g
Vitamin B12
1,14 µg
Fett
6,78 g
Biotin
15,0 µg
Kohlenhydrate
0,42 g
Selen
6,0 µg
Vitamin D
1,74 µg
Calcium
30,24 mg
Vitamin K
5,34 µg
Natrium
78 mg
Vitamin B1
0,05 mg
Eisen
1,2 mg
Vitamin B2
0,17 mg
Energie
388 kJ
Cholesteringehalt – Eischnee von gestern?
Das Ei ist seit Jahrzehnten im Verruf, eine "Cholesterinbombe" zu sein. Deshalb lautete die Empfehlung der Ernährungsexperten bisher: nicht mehr als zwei
bis drei Eier die Woche. Doch jüngste Studien aus den USA scheinen Entwarnung zu
geben. Denn Cholesterin ist für den menschlichen Organismus unentbehrlich und er
produziert es sogar selber. Wird Cholesterin im Übermaß von außen zugeführt, scheint
er seine "Eigenproduktion" zu drosseln, um den Anteil von
rund 150 g im Körper zu halten. Bei 80 - 85 % der
Menschen hierzulande funktioniert dieser
"Mechanismus" reibungslos!
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