ERNÄHRUNG
Sekundäre Pflanzenstoffe: geheimnisvolle Helfer
 
Die Bedeutung dieser über 30.000 Substanzen für die Ernährung des Menschen ist noch nicht lange bekannt und nur zu wenigen lässt sich überhaupt schon mehr sagen. Man weiß aber, dass diese Stoffe unser Herz-Kreislauf-System schützen, Krebs vorbeugen, unser Immunsystem stimulieren und Entzündungen hemmen.

Sekundäre Pflanzenstoffe finden sich vor allem in Gemüse und Obst und zwar als Geschmacks-, Geruchs-, Farb- und Schutzstoffe. So kann man viele dieser Stoffe sehen, riechen und schmecken, etwa das Rot der Tomaten, den intensiven Knoblauchgeruch oder die Bitterstoffe von Chicoree.

Bei der Fülle an sekundären Pflanzenstoffen lohnt es sich also unbedingt, alle Obst- und Gemüsesorten abwechselnd auf den Teller zu bringen.
Sekundäre Pflanzenstoffe
 
Vermutete
Wirkungen
  Sekundäre Pflanzenstoffe
 
   
Carotinoide

z.B. in Karotten, Spinat,Grünkohl, Tomaten und roten Grapefruits
Sulfide

z.B. in Zwiebeln, Knoblauch oder Lauch
Glucosinolate

z.B. in allen Kohlarten, Kresse, Radieschen, Rettich und Senf
Flavonoide

z.B. in Äpfeln, Birnen, gelben Zwiebeln, roten Trauben oder Auberginen
Phytosterine

z.B. in Nüssen, Samen (z. B. Sonnenblumen-
kerne) und Hülsenfrüchten
Phytoöstrogene

z.B. in Getreide, Hülsenfrüchten (z.B. Soja-
bohnen) und Leinsamen
 
wirken als
Antioxidans
       
senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen
   
können das Wachstum von Bakterien, Pilzen, Viren unterdrücken
         
beeinflussen das Immunsystem
       
senken den Cholesterinspiegel
           
reduzieren das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten
         
 
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.): Die Nährstoffe – Bausteine für Ihre Gesundheit, Bonn (2009)
 
 
 
 
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