ERNÄHRUNG
Untergewicht bei Kindern
Einen ersten optischen Anhaltspunkt für Untergewicht erhalten Eltern, wenn Brustkorb und Beckenknochen beim Kind scharf hervortreten. Eine verlässlichere Aussage bietet der BMI-Rechner (BMI = Body-Mass-Index).
Birgt Untergewicht Risiken?
Geringes Untergewicht bei ansonsten gesunden Kindern ist in der Regel nicht
gefährlich. Wird das Kind ausgewogen ernährt und erscheint auch ansonsten
munter, müssen Eltern sich keine Sorgen machen. Auch Befürchtungen, das Kind
könnte Mangelerscheinungen oder Wachstumsstörungen davontragen, sind oft
unbegründet. Meist kann dann auch ein Gespräch mit dem Kinderarzt beruhigen,
denn die Erfahrung zeigt, dass der kindliche Körper sich holt, was er braucht.
Wo liegen die Ursachen für Untergewicht?
Hierzulande ist starkes Untergewicht oft auf chronische Krankheiten, wie z.B. Störungen im Verdauungstrakt,
oder auch auf psychische Probleme zurückzuführen. Gerade bei älteren Kindern können
übertriebene Schlankheitsideale eine Rolle spielen, die im schlimmsten Fall zu Essstörungen wie Magersucht
oder Bulimie führen. Dies sind ernstzunehmende Suchterkrankungen, die einer ärztlichen Behandlung
bedürfen.Isst ein Kind normal, bleibt aber dennoch sehr dünn und wirkt oft müde, lustlos und klagt über Magenbeschwerden, kann auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie vorliegen. Dies sollten Sie von Ihrem Kinderarzt abklären lassen.
Was tun?
Eine ausgewogene, naturbelassene und vollwertige Ernährung ist die beste Basis für eine gesunde
körperliche und geistige Entwicklung. Kinder sollten regelmäßig und ausgewogen essen, 3-5 Mahlzeiten
am Tag sind empfehlenswert. Zwingen Sie aber Ihr Kind nicht zum Essen. Versuchen Sie in einer möglichst
entspannten und liebevollen Atmosphäre mit der ganzen Familie zu essen.
Wenn Kinder oder besonders Heranwachsende über einen längeren Zeitraum nicht essen wollen, könnte eine Essstörung vorliegen, die auf alle Fälle ärztlich behandelt werden muss. Im Zweifelsfall sollten Sie immer Ihren Kinderarzt auf eventuelle Ernährungsprobleme oder vermutete Essstörungen ansprechen. Er hilft Ihnen dabei, individuelle Lösungen für Ihr Kind zu finden.
Wissenswert!
Wenn Kinder innerhalb von vier Monaten 20 Prozent ihres Gewichtes verlieren oder ein starkes Untergewicht
ohne Grunderkrankung vorliegt, sprechen Ärzte von Magersucht. Meist betrifft es Mädchen zwischen 10 und
18 Jahren, welche in der Regel auch sehr leistungsorientiert und ehrgeizig sind.
Bulimie oder die Ess-Brech-Sucht ist für Eltern schwer zu erkennen, da das Gewicht des Kindes zwischen leicht übergewichtig und untergewichtig schwanken kann. Die Jugendlichen essen innerhalb kürzester Zeit riesige Mengen an Lebensmitteln, nur um sie danach wieder zu erbrechen. Manchmal werden zusätzlich auch noch Abführmittel genommen und/oder es wird exzessiv Sport betrieben.
Fördern Sie die Lust am Bewegen
Mit mehr Bewegung braucht Ihr Kind mehr Energie. So wird Ihr Kind auf natürliche Weise einen gesunden Appetit bekommen.
Ideen zu Sport, Spaß und Aktivitäten finden Sie unter:
Muss man dünne Kinder aufpäppeln?
Bei gesunden Kindern, denen ein ausgewogenes Nahrungsangebot zur Verfügung
steht, gibt es keinen Grund, sie etwa mit Kaloriendrinks aus der Apotheke, großen
Portionen oder Sahnetorte anzufüttern. Es wird nicht klappen oder schon nach
kurzer Zeit wird das Gewicht wieder sinken. Im schlimmsten Fall kann man so das
ansonsten gute Essverhalten stören und die Kinder werden später dick.
Leckere Rezepte für Kinder
Hier gibt es lauter tolle Rezepte für morgens, mittags, abends, zwischendurch,fürs Schulbrot oder für die Kinderparty. Alles abgestimmt auf den kindlichen
Geschmack und in der Zusammensetzung basierend auf den Empfehlungen
des Instituts Fresenius.
Sie müssen nur noch darauf achten, dass ihr Kind regelmäßig 3 bis 5
Mahlzeiten am Tag bekommt. Für viele Kinder sind zwei Brotmahlzeiten,
ein warmes Essen und zwei Zwischenmahlzeiten ideal.
Natürlich dürfen auch die Eltern mitessen. Guten Appetit!

