ERNÄHRUNG

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zu Trends und Diäten?
zu Trends und Diäten?
Was verbirgt sich dahinter?
Functional Food:
Was verbirgt sich dahinter?
Functional Food bedeutet übersetzt "funktionelle Lebensmittel". Das heißt, dass die Nahrungsmittel mit
zusätzlichen Inhaltsstoffen angereichert werden, die einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben sollen.
Zugesetzt werden vor allem Vitamine, Mineralstoffe, Bakterienkulturen und ungesättigte Fettsäuren.
Was verbirgt sich dahinter?
Einige Beispiele für Functional Food sind Joghurts mit probiotischen Milchsäurekulturen, Brot mit Omega-3- Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe in Margarine oder Bonbons mit Vitamin C.
Grundsätzlich ist es so, dass der Verzehr von Functional Food nicht notwendig ist. Die Zusätze, mit denen die Lebensmittel angereichert werden, sind von Natur aus in unseren Lebensmitteln enthalten.
In welchen Lebensmitteln diese "besonderen" Inhaltsstoffe natürlicherweise vorkommen, verrät Ihnen diese Tabelle:
| Funktionaler Zusatz | Lebensmittel mit natürlichem Ursprung | ||
| Vitamine | Obst und Gemüse | ||
| Mineralstoffe | Obst und Gemüse | ||
| Probiotische Bakterien | Sauerkraut, nicht wärmebehandelte Joghurts | ||
| Omega-3-Fettsäuren | Fisch | ||
| Prebiotika | unverdauliche Kohlenhydrate wie Inulin in Chicorée oder Zwiebeln |
||
| Sekundäre Pflanzenstoffe | Obst und Gemüse | ||
| Folsäure | Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse | ||
| Ballaststoffe | Vollkornprodukte, Obst oder Gemüse | ||
| Jod | Seefisch | ||
| Magnesium, Kalzium | Milch und Milchprodukte | ||
| Eisen | Fleisch | ||
Sind diese gesünder?
Fettreduzierte Produkte:
Sind diese gesünder?
Fett
ist der energiereichste Nährstoff überhaupt. Neun Kilokalorien pro Gramm sind darin gespeichert,
doppelt so viel wie in Kohlenhydraten und Eiweiß. Das heißt, fettreiche Nahrungsmittel sind automatisch
kalorienreiche Nahrungsmittel. Wer abnehmen, sein Gewicht halten oder einfach nur gesund leben möchte,
der sollte genau aufpassen, wie viel Fett und welche Art von Fettsäuren er täglich zu sich nimmt.
Sind diese gesünder?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass nicht mehr als 30 Prozent der täglichen Energiezufuhr aus Fetten gedeckt werden sollte. Im Schnitt sind also 60 bis 80 g Fett pro Tag gesund. Achten Sie auf "verstecktes" Fett, das in Fleischerzeugnissen, Milchprodukten, Gebäck und Süßwaren sowie in Fast-Food- und Fertigprodukten enthalten sein kann.
Neben dem Energiegehalt der Lebensmittel sollte im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung auch die Zusammensetzung der Nahrungsfette berücksichtigt werden. Zu viele gesättigte Fettsäuren – die meist tierischen Ursprungs sind – oder gehärtete pflanzliche Fette (Gebäck, Backmargarinen) fördern langfristig die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bevorzugen Sie pflanzliche Öle und Fette (z. B. Raps- und Olivenöl und daraus hergestellte Streichfette).
Bei der Lebensmittelauswahl sind fettarme Produkte durchaus zu bevorzugen. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da die Bezeichnungen "fettreduziert" bzw. "ohne Fett" nicht gleichzusetzen sind mit "kalorien- bzw. energiereduziert".
Ein Beispiel dazu: Ein Vollmilchjoghurt mit Frucht hat 3,5 % Fett und 150 kcal/150 g. Die fettreduzierte Variante weist 0,1 % Fett und 110kcal/150g auf. Den fettreduzierten Lebensmitteln wird häufig mehr Zucker zugesetzt, um das Produkt schmackhaft zu machen. Zudem neigen viele Konsumenten dazu, bei einem fettarmen Produkt größere Mengen zu verzehren. Denn oft wird die Fettaufnahme als die Hauptursache für die Gewichtszunahme bzw. Gewichtsabnahme betrachtet. Da nun weniger Fett enthalten ist, darf folglich ohne "Schaden zu nehmen" mehr verzehrt werden. Aber ein erhöhter Zuckerkonsum ist ebenso für die Entwicklung von Übergewicht verantwortlich wie das Fett selbst. Des Weiteren fördert der Zucker die Kariesanfälligkeit.
Übrigens: Es gibt keine erlaubten oder verbotenen Lebensmittel, wenn sie in einen ausgewogenen Tagesplan integriert werden.
Sind sie notwendig?
Nahrungsergänzungsmittel:
Sind sie notwendig?
Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte, die einen oder mehrere Nährstoffe in konzentrierter Form enthalten
(z.B. Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente). Es wird immer wieder über die Notwendigkeit von
Nahrungsergänzungsmitteln diskutiert. Generell kann gesagt werden, dass diese bei einer ausgewogenen
Ernährung überflüssig sind. Umgekehrt kann eine einseitige Ernährung nicht durch Nahrungsergänzungsmittel
ausgeglichen werden.
Sind sie notwendig?
Jedoch gibt es Ausnahmen, bei denen eine zusätzliche Zufuhr von einzelnen Nährstoffen sinnvoll sein kann. So besteht bei Schwangeren oder Stillenden ein erhöhter Bedarf an einzelnen Nährstoffen. Auch bei chronisch kranken Menschen oder Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann eine Ergänzung mit einzelnen Nährstoffen sinnvoll sein. Dies ist aber immer im Einzelfall mit einem Arzt zu besprechen.
Weit verbreitet ist das Denken, dass Sportler Nahrungsergänzungsmittel benötigen. Dies ist nicht der Fall. In Bezug auf Ausdauersport gilt: Bei langen schweißtreibenden Aktivitäten wie Laufen oder Radfahren gleicht eine Apfelschorle (1/3 Saft zu 2/3 Wasser) den Mineralstoffverlust sehr gut aus. Achten Sie darauf, kleine Mengen (50-100 ml) gleichmäßig alle 15 Minuten zu trinken. Kraftsportler meinen oft, dass sie spezielle Eiweißprodukte benötigen. Dies ist bei einer ausgewogenen Ernährung nicht notwendig. Denn bei einer gesunden ausgewogenen Ernährung wird der Eiweißbedarf eines Breitenkraftsportlers problemlos gedeckt.
Welche Diät ist die beste?
Diäten:
Welche Diät ist die beste?
Wer sich blindlings durch den Diäten-Dschungel kämpft, macht oft Bekanntschaft mit dem Jo-Jo-Effekt:
Runter mit den Pfunden und wieder rauf. Nichts desto trotz werden immer wieder Diäten aller Art präsentiert.
In den meisten Fällen handelt es sich nicht um brandneue Konzepte, sondern um aufpolierte Klassiker.
Welche Diät ist die beste?
Bei Low-Fat-Diäten wird nach dem Motto: "Fett macht fett!" vor allem beim Fettanteil gespart. Kohlenhydrate wie Brot, Obst und Gemüse sind erlaubt. Dieser Ansatz ist sinnvoll, denn Fett liefert nun mal doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate oder Eiweiß. Dennoch dürfen Sie nicht vergessen: Gewisse Mengen der richtigen Fette (pflanzliche Öle wie Raps- oder Olivenöl) sind wichtig für eine ausgewogene Ernährung!
Runter mit den Kohlenhydraten geht es bei den Low-Carb-Diäten. Fleisch, Eier, Käse und Fisch dürfen gegessen werden. Dazu gibt es Gemüse und Salat. Reis, Brot und Nudeln stehen nicht auf dem Speiseplan, Obst wird in geringen Mengen gegessen. Das Ergebnis ist eine fett- und eiweißreiche Ernährung, der es an wichtigen Vitaminen und Ballaststoffen fehlt.
Bei Glyx-Diäten werden Lebensmittel nach der Höhe des Glykämischen Indexes (GI) eingeteilt. Der Glykämische Index zeigt an, wie schnell der Blutzucker nach dem Verzehr ansteigt. An den "Langsamen" (z.B. Vollkornprodukte) kann man sich satt essen, die "Schnellen" (z.B. Weißmehlprodukte) soll man meiden. Bei der Lebensmittelauswahl lediglich auf den Glyx-Wert zu achten, macht das Abnehmen zur "Glyx-Sache".
Geduld ist bei Trennkost-Diäten angesagt. Nach der Putenbrust müssen Sie vier Stunden auf die Kartoffeln warten. Kohlenhydrate und Eiweiß werden nach Mahlzeiten getrennt. Eine wissenschaftliche Grundlage für die Trennung der Nährstoffe gibt es nicht.
Sinnvolle Begründungen für die Empfehlungen bei der Ananas-, Blutgruppen- und Rotations-Diät gibt es übrigens ebenfalls nicht. Vielleicht steht die Antwort - wie bei der Astro-Diät - in den Sternen.
Fazit: Kein Extrem ist gut. Diäten mit einseitigen Empfehlungen und Verboten sind zum Scheitern verurteilt. Komplizierte Konzepte sind nicht alltagstauglich. Die Diät sollte zu Ihnen passen. Und das hängt vor allem von Ihren Vorlieben und Gewohnheiten ab. Ist die Diät noch so angesagt, wenn Ihnen die Kost nicht schmeckt oder der Zubereitungsaufwand zu groß ist, sollten Sie es bleiben lassen.
Tipp: Machen Sie sich Ihr Ernährungsverhalten bewusst. Ein Ernährungs-Check kann helfen. Entscheiden Sie, welche Gewohnheiten problematisch sind und welche "Sünden" Sie sich erlauben können.
Übrigens: Das Wort "Diät" bedeutet "geregelte, gesunde Lebensführung" und spricht somit für eine dauerhafte
Verhaltensumstellung, bei der auch Bewegung und Entspannung eine wichtige Rolle spielen.

