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zum Lebensmittelrecht?
zum Lebensmittelrecht?
Welche Zusatzstoffe verbergen sich dahinter? Sind Zusatzstoffe gesundheitlich bedenklich?
E-Nummern:
Welche Zusatzstoffe verbergen sich dahinter? Sind Zusatzstoffe gesundheitlich bedenklich?
Mit E-Nummern ("E" steht für Europa) werden nur Zusatzstoffe versehen, die die Anforderungen des
Zulassungsverfahrens der Europäischen Union erfüllt haben:
Welche Zusatzstoffe verbergen sich dahinter? Sind Zusatzstoffe gesundheitlich bedenklich?
Der Zusatzstoff...
- muss technologisch notwendig sein,
- darf durch seine Anwendung den Verbraucher nicht täuschen und
- muss gesundheitlich unbedenklich sein.
Farbstoffe ab E 100
Es gibt über 40 zugelassene Lebensmittelfarbstoffe, mit denen Lebensmittel gefärbt werden dürfen.
Konservierungsstoffe ab E 200
Sie verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln.
Säuerungsmittel ab E 300
Antioxidationsmittel behindern die Reaktionen von Sauerstoff mit Lebensmittelbestandteilen und sorgen für eine längere Haltbarkeit.
Verdickungs- und Feuchthaltemittel ab E 400
Sie werden zum Binden von Flüssigkeiten eingesetzt. Dabei verdicken bzw. verfestigen sie die Lebensmittel, halten sie feucht, beeinflussen das Kaugefühl oder das Schmelzverhalten.
Säuerungsmittel & Co. ab E 500
Säuerungsmittel halten einen bestimmten Säuregrad im Lebensmittel und vermitteln einen sauren Geschmack.
Geschmacksverstärker & Co. ab E 600
Sie verstärken die Geschmacksnote.
Süßstoffe & Co. ab E 900
Sie machen Lebensmittel, speziell Getränke oder Diätprodukte, süß.
Ob ein Lebensmittel Zusatzstoffe enthält und welche zugesetzt wurden, kann bei verpackten Lebensmitteln dem Zutatenverzeichnis entnommen werden. Die Zusatzstoffe werden mit ihrem Klassennamen (z.B. "Farbstoffe") gefolgt von ihrem wissenschaftlichen Namen (z.B. "Lutein") oder ihrer E-Nummer (z.B. "E161b") gekennzeichnet.
Aufgrund umfangreicher Zulassungstests sind Zusatzstoffe gemäß der Forderung des Lebensmittelrechts in ihrer Verwendung als sicher und gesundheitlich unbedenklich anzusehen. Einige Lebensmittelzusatzstoffe stehen jedoch in Verdacht, bei entsprechend veranlagten Menschen Überempfindlichkeitsreaktionen auszulösen.
Besonders häufig wird über den Zusatzstoff "Glutamat" diskutiert. Bei den als "China-Syndrom" bezeichneten Beschwerden nach dem Verzehr glutamathaltiger Lebensmittel gibt es keinen gesicherten Hinweis auf Glutamat als Ursache. Allerdings wird vermutet, dass die Symptome bei entsprechend veranlagten Menschen durch andere Stoffe (z.B. Histamin) bzw. deren Zusammenspiel mit Glutamat in den jeweiligen Speisen hervorgerufen werden.
Was sagt diese aus?
Allergenkennzeichnung:
Was sagt diese aus?
Niesen, Jucken der Haut, Verdauungsprobleme, alle diese Beschwerden können von Lebensmitteln herrühren,
auf die der Körper allergisch reagiert. Allergien nehmen mehr und mehr zu, so dass eine genaue Kennzeichnung
der Lebensmittel für die Betroffenen unerlässlich ist, um die Auslöser zu meiden.
Was sagt diese aus?
Europaweit gilt seit November 2005 eine Allergenkennzeichnungspflicht, die der Mehrheit der Allergiker den Umgang mit Lebensmitteln erleichtert. Berücksichtigt wurden Allergene, die in Europa am häufigsten eine Allergie auslösen.
Dem Etikett einer Lebensmittelverpackung können Sie folgende Lebensmittelzutaten (Allergene) entnehmen:
- Glutenhaltiges Getreide (wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer)
- Krustentiere
- Eier
- Fisch
- Erdnüsse
- Soja
- Milch (einschließlich Laktose)
- Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashewnuss, Pekannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss)
- Sellerie
- Senf
- Sesamsamen
- Schwefeldioxid und Sulfite (ab einer Konzentration von mehr als 10 mg pro Kilogramm oder Liter)
- Lupine
- Weichtiere
Was verbirgt sich dahinter? Wie müssen sie gekennzeichnet werden?
Geschmacksverstärker:
Was verbirgt sich dahinter? Wie müssen sie gekennzeichnet werden?
Unter Geschmacksverstärkern versteht man allgemein, wie der Name schon sagt, Substanzen, die einen
vorhandenen Eigengeschmack von Gerichten verstärken oder betonen können. Geschmacksverstärker
selbst besitzen keinen oder nur wenig Geschmack. Sie gehören zu den Zusatzstoffen und müssen immer auf
der Verpackung, z.B. in Form einer „E-Nummer“, gekennzeichnet werden. Glutamat (Mononatriumglutamat
E 621) ist der meistverwendete Geschmacksverstärker in fertigen Lebensmitteln.
Was verbirgt sich dahinter? Wie müssen sie gekennzeichnet werden?
Glutamat:
Glutamat ist sowohl ein natürlicher Inhaltsstoff vieler Lebensmittel, als auch ein in der Lebensmittelindustrie als Geschmacksverstärker eingesetzter Zusatzstoff. Bei den als „China-Syndrom“ bezeichneten Beschwerden nach dem Verzehr glutamathaltiger Lebensmittel gibt es keinen gesicherten Hinweis auf Glutamat als Ursache. Allerdings wird vermutet, dass die Symptome bei entsprechend veranlagten Menschen durch andere Stoffe (z.B. Histamin) bzw. deren Zusammenspiel mit Glutamat in den jeweiligen Speisen hervorgerufen werden.
Was muss gekennzeichnet werden und sind gentechnisch veränderte Lebensmittel gefährlich?
Gentechnik:
Was muss gekennzeichnet werden und sind gentechnisch veränderte Lebensmittel gefährlich?
Für die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel gibt es EU-weit einheitliche gesetzliche Regelungen.
Was muss gekennzeichnet werden und sind gentechnisch veränderte Lebensmittel gefährlich?
Lebensmittel, Zutaten oder Zusatzstoffe sind kennzeichnungspflichtig, wenn...
-
...sie ein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) sind:
- z.B. gentechnisch veränderte Tomaten und Kartoffel oder gentechnisch veränderter Mais. ...sie GVOs enthalten:
- z.B. Joghurt mit gentechnisch veränderten Bakterien. ...sie aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden:
- z.B. Öl aus GVO-Sojabohnen oder GVO-Raps, Stärke aus GVO-Mais oder Lecithin aus GVO-Sojabohnen.
Der Kennzeichnungstext lautet:
"genetisch verändert" oder
"aus gentechnisch verändertem ... hergestellt".
Bei vorgefertigten Lebensmitteln muss dieser Hinweis direkt bei der betreffenden Zutat oder in einer Fußnote angegeben sein. Bei Produkten ohne Zutatenverzeichnis muss der Hinweis deutlich sichtbar auf das Etikett. Die Kennzeichnungsvorschriften gelten auch für lose und unverpackte Ware. Hier kann der Hinweis z.B. auf einem Schild an der Auslage erfolgen.
Generell gilt: sobald gentechnisch veränderte Zutaten bewusst eingesetzt werden, sind diese auch kennzeichnungspflichtig. Eine Ausnahme bilden zufällige, technisch nicht vermeidbare Einträge gentechnisch veränderter Zutaten bis zu einem Anteil von 0,9%.
Bisher ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind:
- Lebensmittel und Zutaten, die mit Hilfe von GVOs erzeugt werden, z.B. Milch, Fleisch und Eier von Tieren, die Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen erhalten haben. In diesem Fall sind zwar die Futtermittel kennzeichnungspflichtig, nicht aber die damit erzeugten Lebensmittel.
- Zusatzstoffe, Vitamine und Aromen, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, z.B. der Geschmacksverstärker Glutamat.
- "Zusatzstoffe der zweiten Generation": hierbei handelt es sich um modifizierte (geänderte) Formen von Zusatzstoffen wie modifizierte Stärke oder Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, die aus GVOMais oder GVO-Soja hergestellt wurden.
- Enzyme und andere technische Hilfsstoffe, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, z.B. Chymosin, ein Enzym zur Käseherstellung.
Warum wird sie durchgeführt? Wie erkenne ich ein bestrahltes Produkt? Ist eine Bestrahlung für die Gesundheit unbedenklich?
Lebensmittelbestrahlung:
Warum wird sie durchgeführt? Wie erkenne ich ein bestrahltes Produkt? Ist eine Bestrahlung für die Gesundheit unbedenklich?
Bei der Lebensmittelbestrahlung werden Lebensmittel mit so genannten ionisierenden Strahlen behandelt,
um die Haltbarkeit zu verlängern und Gesundheitsrisiken durch Keime zu verringern.
Warum wird sie durchgeführt? Wie erkenne ich ein bestrahltes Produkt? Ist eine Bestrahlung für die Gesundheit unbedenklich?
Die Lebensmittelbestrahlung gehört zu den am besten untersuchten Konservierungsverfahren. Aus wissenschaftlicher Sicht ist sie gesundheitlich unbedenklich. Dennoch wird der Einsatz der Bestrahlung kontrovers diskutiert, da umstritten ist, ob die Bestrahlung tatsächlich notwendig ist.
Weltweit ist die Bestrahlung verschiedener Lebensmittel in mehr als 60 Ländern zugelassen. In Deutschland ist die Bestrahlung von getrockneten, aromatischen Kräutern und Gewürzen erlaubt. Alles andere darf weder hierzulande bestrahlt noch ohne Zulassung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als bestrahltes Gut von außerhalb importiert werden.
Alle Lebensmittel, die bestrahlt sind oder bestrahlte Bestandteile enthalten, müssen mit dem folgenden Hinweis gekennzeichnet sein: "bestrahlt" oder "mit ionisierenden Strahlen behandelt".
Was bedeutet die Bezeichnung „vegan“ auf einem Produkt?
Vegan:
Was bedeutet die Bezeichnung „vegan“ auf einem Produkt?
Die vegane Ernährung ist die strengste Form des Vegetarismus. Veganer verzichten auf alle Produkte, die
vom Tier stammen. So essen Veganer weder Fleisch noch Fisch und auch keinerlei Milchprodukte, Eier,
tierische Fette oder Honig. Besonders strenge Veganer verzichten ebenfalls auf Kleidung und andere Dinge
aus dem alltäglichen Gebrauch, die von Tieren stammen. Hierunter fallen z.B. Leder und Wolle. Ist ein
Produkt als "vegan" gekennzeichnet, handelt es sich somit um ein rein pflanzliches Lebensmittel.
Was bedeutet die Bezeichnung „vegan“ auf einem Produkt?
Wie werden Rohmilchprodukte gekennzeichnet? Was ist aus gesundheitlicher Sicht zu beachten?
Rohmilch:
Wie werden Rohmilchprodukte gekennzeichnet? Was ist aus gesundheitlicher Sicht zu beachten?
Rohmilch ist ausnahmslos kennzeichnungspflichtig und mit der Bezeichnung „mit Rohmilch hergestellt“ auf
der Verpackung deklariert. Ist dieser Hinweis auf der Verpackung nicht vermerkt, enthält das Produkt keine
Rohmilch.
Wie werden Rohmilchprodukte gekennzeichnet? Was ist aus gesundheitlicher Sicht zu beachten?
Beim Kauf an der Käsetheke fragen Sie am besten direkt beim Fachpersonal nach.
Rohmilch ist aufgrund möglicherweise enthaltener so genannter Listerien (Bakterienart) für Kleinkinder, Schwangere und ältere Menschen nicht empfehlenswert. Hartkäse aus Rohmilch stellt keine Gefahr dar. Da Hartkäse einen geringen Wassergehalt hat und viel Salz enthält, ist eine Vermehrung von Bakterien kaum möglich.
Sind diese besser?
Bio-Lebensmittel:
Sind diese besser?
Immer mehr Verbraucher greifen immer häufiger zu Bio-Produkten. Viele schwören auf den besonders intensiven
Geschmack von ökologisch erzeugtem Gemüse und Obst. Zudem spricht Folgendes für Bio-Produkte:
Sind diese besser?
Bio-Lebensmittel sind praktisch nicht mit Pestizidrückständen oder chemischen Düngemitteln und kaum mit Tierarzneimitteln belastet. Im ökologischen Landbau sind nur wenige Pflanzenschutzmittel erlaubt, die neben biologischen Mitteln vor allem im Obst- und Weinbau Einsatz finden.
Bio-Gemüse ist aufgrund der organischen Düngung in aller Regel nitratärmer als Gemüse aus konventionellem Anbau. Nitrat ist in Lebensmitteln unerwünscht, weil es unter entsprechenden Bedingungen bei der Lagerung und Zubereitung zur Bildung von krebsfördernden Nitrosaminen führen kann.
Bio-Lebensmittel sind praktisch frei von Gentechnik. Überdies ist bei verarbeiteten Bio-Lebensmitteln das Risiko von Überempfindlichkeitsreaktionen durch die Verwendung einer sehr begrenzten Anzahl von Zusatzstoffen verringert.

