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WISSENSWERTES
 
... damit Sie mit gutem Gewissen Ihren Fang machen können.
Die Umstellung unserer Sortimente auf Fisch und Meeresfrüchte aus bestandserhaltender und umweltschonender Fischerei ist in den vergangenen Jahren intensiv vorangetrieben worden. Da der Zustand von Fischbeständen und Zuchten Veränderungen unterworfen ist und es Themen gibt, deren Bearbeitung in Richtung Nachhaltigkeit branchen- und weltweit mehr Zeit benötigt, werden wir weiter kontinuierlich am Thema nachhaltige Fischerei arbeiten. Nachhaltigkeit ist kein Status, sondern ein Prozess.
 
Einen Großteil der EDEKA-Eigenmarken-Fischprodukte beziehen wir bereits aus nachhaltigen Quellen. Das erkennen Sie beispielsweise am blauen MSC-Siegel. Und auch am WWF-Logo, dem Panda, den exklusiv die EDEKA-Eigenmarken mit MSC-Siegel tragen.
 
Hier unsere MSC-zertifizierten Eigenmarken im Überblick.
 
Auch bei anderen Artikeln im Fisch- und Meeresfrüchtesortiment arbeiten wir kontinuierlich daran, Produkte aus nachhaltiger Fischerei und nachhaltiger Aquakultur zu beziehen.
 
Außerdem haben wir entschieden, Produkte von Aal, Wildstör, Hai (zum Beispiel "Schillerlocke") und Rochen nicht mehr zu verkaufen. Dies wird in den Märkten des genossenschaftlich strukturierten EDEKA-Verbundes, der von 4.500 selbstständigen EDEKA-Unternehmern getragen wird, fast ausnahmslos umgesetzt. Denn Aal sowie viele Wildstör-, Hai- und Rochenarten stehen als vom Aussterben bedrohte Tierarten auf der "Roten Liste" der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources).

Wir führen aber weiterhin eine große Vielfalt an Fisch und Fischerzeugnissen im Sortiment, so dass Sie genügend Alternativen haben, um dieses gesunde Lebensmittel mit gutem Gewissen zu genießen.

Fragen & Antworten
 
  • EDEKA hat entschieden, Aalprodukte aus seinen Sortimenten zu nehmen, da Aal zu den bedrohten Tierarten gehört. Wieso verkauft EDEKA aber auch "Zuchtaal" nicht mehr?
    Aal lässt sich bislang in Gefangenschaft nicht vermehren. Deshalb handelt es sich nicht um "Zuchtaal", sondern um gemästeten Aal. Die Aalmast ist deshalb abhängig vom Fang junger Aale, den so genannten Glasaalen. Das heißt: Die Aalbestände werden auch durch so genannte Aal-Zucht weiter reduziert, da jeder Zuchtaal als frei lebender Glasaal aus dem Meer entnommen wird und dem Wildbestand damit der dringend benötigte Nachwuchs fehlt.
  • EDEKA legt großen Wert auf Regionalität. Bei uns gibt es Aal aus heimischen Gewässern. Wieso verzichten Sie auch auf diesen regionalen Aal?
    Aal gilt zwar vielerorts als regionale Spezialität, ist aber eigentlich eine weit wandernde Fischart. Der Aal pflanzt sich nur in der Sargassosee (südlich der Bermuda-Inseln) fort und legt von den europäischen Binnengewässern bis dorthin rund 5.000 Kilometer zurück. Nach dem Ablaichen stirbt er. Da er im Übermaß befischt wurde und durch die Verbauung der Flüsse nicht mehr ungehindert in die Sargassosee zurück gelangen kann, gehört er mittlerweile zu den vom Aussterben bedrohten Fischarten.
  • Wussten Sie, dass der Aal einen höchst komplizierten Lebenszyklus hat und er auch deshalb heute zu den vom Aussterben bedrohten Arten gehört?
    Die Jungtiere schlüpfen als "Weidenblattlarven" in der Sargassosee (südlich der Bermuda-Inseln im Atlantik). Sie durchqueren dann den Atlantik und wandeln sich, wenn sie in europäischen Gewässern angekommen sind, zu den etwa sieben Zentimeter langen "Glasaalen". Auf dem Weg vom Meer flussaufwärts färbt sich ihr Bauch gelb, sie werden jetzt Gelbaale genannt. In Flüssen und Seen wachsen sie bis zu zwölf Jahre bis zur Geschlechtsreife heran. Diese "Silberaale" wandern dann, sofern die Gewässer nicht verbaut sind, die Flüsse hinab und durchschwimmen den Atlantik. In der Sargassosee, wo sie als Larven geschlüpft sind, laichen die Aale ab und sterben dann.
  • Andere Unternehmen lassen für jeden verkauften Aal eine Anzahl von Jungaalen aussetzen, um die Art zu erhalten. Wieso verfährt EDEKA nicht auch so, sondern führt Aal überhaupt nicht mehr?
    Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) empfiehlt seit mehreren Jahren einen Fangstopp für Aale, da die Population junger Aale auf ein Prozent ihrer einstigen Größe geschrumpft ist. Die Population erwachsener Aale ist um 95 Prozent zurückgegangen. Aal steht deswegen auch auf der Roten Liste als eine vom Aussterben bedrohte Tierart. Jeder Aal, der gegessen wird, erhöht das Risiko weiter, dass die Art ausstirbt. Auch für die Aalzucht werden junge Aale ("Glasaale") wild gefangen. Selbst wenn aus dieser Mast wieder Aale ausgesetzt werden, ist es ungewiss, ob sie ihren Weg zu den Laichplätzen bei den Bermuda-Inseln finden und zur Fortpflanzung der Aalpopulation beitragen. Deshalb nützt es bei dieser bereits vom Aussterben bedrohten Art nicht viel, für jeden gegessenen Aal einige Jungaale auszusetzen. Jeder einzelne Aal wird dringend gebraucht, um die Population wieder aufzubauen. Besser ist es, ganz auf Aal zu verzichten und damit eine Erholung des Aalbestands zu ermöglichen.